Maria Klein-Schmeink MdB, Gesundheitspolitische Sprecherin

Bund

Chronisches Erschöpfungssyndrom durch Corona mehr in der Öffentlichkeit

Zum Internationalen ME/CFS- Tag erklärt Maria Klein-Schmeink, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Gesundheitspolitik:

„Die Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung, zu denen oft eine chronische Fatigue gehört, haben das chronische Erschöpfungssyndrom oder chronische Müdigkeitssyndrom in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt.

Doch die aktuelle Versorgungs- und Behandlungssituation von ME/CFS-Patient*innen ist immer noch absolut unzureichend. Häufig ist es ein langer Weg für die Erkrankten, bis sie die richtige Diagnose erhalten, wenn überhaupt. In ganz Deutschland gibt es mit München und Berlin nur zwei spezialisierte Behandlungszentren, viele Ärzt*innen sind mit der Erkrankung nicht vertraut. Die Therapien sind unzureichend und viel zu wenig erforscht, die Finanzierungen für strukturelle finanzielle Verbesserungen nicht gesichert.

Darum setzen wir uns dafür ein, dass mehr Mittel in die Erforschung von ME/CFS und der Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung fließen. Zudem müssen die Versorgung für Menschen mit der Diagnose ME/CFS sowie die zielgerichtete Versorgung und Nachbehandlung von Covid-19-Erkrankten sofort sichergestellt werden. Betroffene müssen die Leistungen erhalten, die sie benötigen. Das ist in schweren Fällen Pflege, das betrifft aber beispielsweise auch die Erwerbsminderungsrente.“

 

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