Maria Klein-Schmeink MdB, Gesundheitspolitische Sprecherin

Münster und Region

Grüne fordern vernünftigen Rettungsschirm für in finanzielle Not geratene Studierende

In der nächsten Woche beginnt an der Universität Münster für tausende Studierende das Wintersemester. „Die WWU stellt den Lehrbetrieb aufgrund der hohen Infektionszahlen wieder weitestgehend auf digitale Lehre um und Ministerin  Karliczek stellt die ohnehin miserabel  ausgestattete Überbrückungshilfe für  Studierende ein. Das ist unverantwortlich und unsozial“, zeigt sich die Münsteraner Bundestagsabgeordnete Maria Klein-Schmeink verärgert. „Wissenschaft ist systemrelevant. Forschung und Innovation sind Voraussetzung dafür, das Coronavirus zu besiegen und damit die Pandemie zu kontrollieren. Aber die Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung haben viele Studierende in existenzielle wirtschaftliche Nöte gebracht.“ 60 Prozent aller Studierenden geben an, neben dem Studium zu arbeiten, um über die Runden zu kommen. Viele von ihnen in der Gastronomie oder im Veranstaltungsbereich, also genau in den Branchen, die besonders schwer von den Einschränkungen betroffen sind. „Wir wollen den Corona-Rettungsschirm deshalb auch über Studierende und Nachwuchsforschende spannen“, so die Abgeordnete. „Das im Sommer beschlossene Unterstützungspaket der Bundesregierung lies über 80% der Studierenden im Regen stehen. Wir Grüne haben ein Nothilfe-BAföG vorgeschlagen, dass dafür sorgt, dass auch ärmere Studierende und Auszubildende sicher durch die Krise kommen.“  Mit dem Grünen Unterstützungspaket würden auch diejenigen profitieren, die heute noch kein BAföG erhalten, aber trotzdem unverschuldet in Not geraten sind. 900 Millionen Euro wurden im vergangenen Jahr aus dem BAföG-Topf nicht abgerufen. „Dieses Geld kann genutzt werden, um einen vernünftigen Rettungsschirm über Studierende zu spannen. Eine ,Generation Corona‘, die ihr Studium abbricht oder sich verschulden muss, darf es nicht geben. Ministerin Karliczek vernichtet Chancen, anstatt sich um Chancengleichheit zu kümmern.“ Die gesundheitspolitische Sprecherin macht darauf aufmerksam, dass auch Forschende gerade jetzt Beschäftigungssicherheit  brauchen: „Wie wichtig die Arbeit auf dem Campus und in den Laboren des Landes für die ganze Gesellschaft ist, zeigt sich in dieser Krise besonders deutlich.“

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