Maria Klein-Schmeink MdB, Gesundheitspolitische Sprecherin

Psychische Gesundheit

Die grüne Position

Der rasante Anstieg von Erwerbsminderungsrenten aufgrund psychischer Erkrankungen und die langen Wartezeiten auf ein Erstgespräch bei einem Psychotherapeuten, sind nur Beispiele, die den immensen Handlungsbedarf bei der Prävention und in der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen belegen. Dem stetig steigenden Bedarf an Psychotherapie und psychosozialer Unterstützung muss vor Ort Rechnung getragen werden. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der wohnortnahen ambulanten Hilfe bei persönlichen Krisen zu. Bei schweren Erkrankungen müssen mehr Möglichkeiten geschaffen werden, die Hilfsangebote zwischen ambulanter und stationärer Behandlung flexibler zu gestalten und durch mehr ambulante Krisenintervention und -begleitung stationäre Aufenthalte zu vermeiden. Psychiatrieerfahrene und Angehörige müssen einbezogen werden, Zwangsmaßnahmen müssen soweit wie irgend möglich vermieden werden.

Aktuelles

  • Aktueller Standpunkt

    Für eine personenzentrierte Versorgung: Hilfenetze für psychisch kranke Menschen ausbauen

    Es ist Zeit, das Prinzip der leistungsorientierten Gesellschaft zu überdenken. Zu viele Menschen können dem Druck nicht standhalten und erkranken. Entschleunigung, mehr Achtsamkeit und Rücksichtnahme für die individuelle Situation dürfen nicht erst dann in den Blick genommen werden, wenn Menschen nicht mehr „funktionieren“. > weiterlesen

  • Schriftliche Frage zur Sicherstellung einer bedarfsgerechten Personalausstattung im PsychVVG

    Wird die Bundesregierung zur Sicherstellung einer bedarfsgerechten Personalausstattung in psychiatrischen Einrichtungen in dem Entwurf eines Gesetzes zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen (PsychVVG) eine Regelung vergleichbar mit § 84 Absatz 2 SGB XI ergänzen, nach der die Bezahlung tarifvertraglicher Vergütungen nicht als unwirtschaftlich abgelehnt werden darf, und wenn nein, warum nicht? > weiterlesen

  • Eckpunkte zur Reform der Psychotherapeutenausbildung: Endlich bewegt sich etwas

    Es ist erfreulich, dass sich bei der Novellierung der Psychotherapeutenausbildung jetzt endlich etwas bewegt, nachdem die Bundesregierung die Reform über Monate verschleppt hat. > weiterlesen

  • Psychotherapeutische Versorgung von Flüchtlingen verbessern!

    Unser Gesundheitssystem ist nur unzureichend auf die Behandlung einer großen Zahl von Geflüchteten mit psychischen Störungen vorbereitet. Wir Grünen fordern hier deutliche Verbesserungen. Die große Koalition lehnt das aus ideologischen Gründen ab: > weiterlesen

  • Rede im Bundestag: Medizinische Versorgung für Geflüchtete

    Sehr geehrter Präsident! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Es ist jetzt genau ein Jahr her, da wurde unser Antrag zur Verbesserung der psychosozialen Unterstützung von Flüchtlingen hier in den Bundestag eingebracht; auch der Antrag der Linken stand zur Diskussion. Wir haben Ihnen also ein Jahr Zeit gegeben, um die Situation zu verbessern und an der Versorgungslage insgesamt etwas zu ändern. Ich muss sagen: Heute erleben wir, dass das Resultat, zwar freundlich vorgetragen, umso enttäuschender ist. Beide Anträge werden Sie ablehnen und damit jegliche Verbesserung in diesem Bereich verhindern. Das halten wir für einen großen Fehler. > weiterlesen

  • Gute Gesundheitsversorgung für Geflüchtete ist Grundvoraussetzung für Integration

    Eine bedarfsgerechte medizinische Versorgung aller in Deutschland lebenden Menschen ist ein humanitäres sowie verfassungsrechtliches Gebot und auch ein besonders wichtiger Faktor für gelingende Integration. > weiterlesen

  • Schlüsselwort1, Schlüsselwort2, Schlüsselwort3

    Versorgungslücken für psychisch Kranke schließen

    Zum Internationalen Tag der seelischen Gesundheit am 10. Oktober 2016 erklärt Maria Klein-Schmeink, Sprecherin... > weiterlesen

  • Kinderrechte bei freiheitsbeschränkenden Maßnahmen stärken

    Wir brauchen unbedingt stärkere Schutzmechanismen, um die Grundrechte der Kinder zu wahren. Auch für Kinder in stationären Einrichtungen muss künftig gelten, was für Erwachsene schon längst im Gesetz vorgesehen ist: die Einholung einer richterlichen Genehmigung bei freiheitsbeschränkenden Maßnahmen. > weiterlesen

  • Psychisch erkrankte Menschen besser versorgen – jetzt Hilfenetz weiterentwickeln

    Der Anstieg von Patientinnen und Patienten mit psychischen Erkrankungen, lange Wartezeiten in der ambulanten Behandlung und ein fortdauernder Zuwachs von frühzeitiger Erwerbsunfähigkeit sind deutliche Hinweise, dass die Versorgung psychisch erkrankter Menschen dringend verbessert werden muss. > weiterlesen

  • Zum Europäischen Depressionstag: Bessere Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen

    Insbesondere im ambulanten Bereich finden Menschen heute nicht die Hilfe, die sie brauchen, und landen schließlich als Notfall im Krankenhaus, weil sie keinen Termin beim Psychotherapeuten finden und Soziotherapie sowie psychiatrische Krankenpflege an vielen Orten nicht angeboten wird. Die Bundesregierung hat lange überhaupt nicht hingeschaut und lässt bis heute eine Gesamtstrategie vermissen, wie sie dem drängenden Versorgungsbedarf psychisch erkrankter Menschen gerecht werden will. > weiterlesen