Maria Klein-Schmeink MdB, Gesundheitspolitische Sprecherin

Psychische Gesundheit

Die grüne Position

Der rasante Anstieg von Erwerbsminderungsrenten aufgrund psychischer Erkrankungen und die langen Wartezeiten auf ein Erstgespräch bei einem Psychotherapeuten, sind nur Beispiele, die den immensen Handlungsbedarf bei der Prävention und in der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen belegen. Dem stetig steigenden Bedarf an Psychotherapie und psychosozialer Unterstützung muss vor Ort Rechnung getragen werden. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der wohnortnahen ambulanten Hilfe bei persönlichen Krisen zu. Bei schweren Erkrankungen müssen mehr Möglichkeiten geschaffen werden, die Hilfsangebote zwischen ambulanter und stationärer Behandlung flexibler zu gestalten und durch mehr ambulante Krisenintervention und -begleitung stationäre Aufenthalte zu vermeiden. Psychiatrieerfahrene und Angehörige müssen einbezogen werden, Zwangsmaßnahmen müssen soweit wie irgend möglich vermieden werden.

Aktuelles

  • Seelische Gesundheit

    Internationaler Tag der seelischen Gesundheit

    Psychische Erkrankungen sind zu Volkskrankheiten geworden. Aktuellen Berechnungen des Statistischen... > weiterlesen

  • Umfrage und Positionspapier

    Was beschäftigt PiA? Ergebnisse der Online-Umfrage zur Psychotherapeutenausbildung

    Wir brauchen dringend eine Reform der Psychotherapeutenausbildung. Das zeigen die Ergebnisse der Online-Umfrage, die ich im Mai und Juni 2017 unter Psychotherapeut*innen in Ausbildung durchgeführt habe. Über 3.500 Psychotherapeut*innen in Ausbildung haben sich daran beteiligt. Der Ergebnisbericht zur Umfrage „Was beschäftigt Pia?“ ist nun online verfügbar. > weiterlesen

  • Rede im Bundestag

    Suizidprävention weiter stärken

    Jeder braucht in der Tat einen Menschen, der bereit ist, ihm zuzuhören, da zu sein. Genau daran hapert es ja sehr oft. Dass es hapert, hat auch damit zu tun, dass dieses Thema so stark mit Tabus, mit Vorurteilen, mit Ängsten, mit Scham belegt ist. Das alleine macht oftmals frühzeitige Hilfe unmöglich oder erschwert sie, weil das Thema einfach nicht beredbar ist. Das zeigt schon, wie wichtig der Zusammenhang von Aufklärung, Information und Akzeptanz gerade für diesen Bereich ist. > weiterlesen

  • Rede im Bundestag

    Ärztliche Zwangsmaßnahmen

    Der Gesetzentwurf der Bundesregierung birgt die Gefahr der Ausweitung der Anwendung von Zwang in der Psychiatrie über das Erforderliche und das vom Bundesverfassungsgericht Geforderte hinaus. Deswegen können wir dem Gesetzentwurf nicht zustimmen. Er erlaubt die Zwangsbehandlung auch für Betroffene, die sich freiwillig im psychiatrischen Krankenhaus befinden. Dies könnte ein Hemmnis für Menschen in Krisen darstellen, sich freiwillig in psychiatrische Behandlung zu begeben. > weiterlesen

  • Antrag

    Suizidprävention gemeinsam voranbringen: Interfraktioneller Antrag setzt sich für Maßnahmenbündel ein

    Noch immer ist das Thema Suizid in unserer Gesellschaft tabuisiert und mit vielen Vorurteilen belastet. Diese Tabus müssen wir überwinden, damit Betroffene sich trauen, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Nach intensiven Bemühungen von Verbänden und uns Grünen beschließen wir im Bundestag nun endlich einen interfraktionellen Antrag, der sich für eine verbesserte Suizidprävention einsetzt. Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Damit wird ganz deutlich, was wir schon lange fordern: Das Thema Suizidprävention eignet sich nicht für den politischen Parteienstreit, sondern erfordert gesamtgesellschaftlichen Einsatz. > weiterlesen

  • Online-Umfrage

    Online-Umfrage zur Reform der Psychotherapeutenausbildung: Was beschäftigt PiA?

    Mit einer Online-Umfrage möchte ich jetzt herausfinden, wie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in Ausbildung selbst ihre Situation einschätzen und welche Reformen sie sich wünschen. Die Ergebnisse und Zahlen möchte ich nutzen, um die politische Debatte zu untermauern und weiter Druck für eine zügige Reform auszuüben. > weiterlesen

  • Kleine Anfrage

    Halbherzige Reformen: Psychotherapierichtlinie und Vergütung psychotherapeutischer Leistungen

    Das Wissen um die Notwendigkeit einer Psychotherapie hilft den Betroffenen wenig, wenn sie weiterhin monatelang auf den eigentlichen Therapiebeginn warten müssen. Die ungenügende Versorgungslage trifft gerade schwer kranke Menschen, die eine Psychotherapie am dringendsten bräuchten. > weiterlesen

  • Kleine Anfrage

    Zwangsmaßnahmen in psychiatrischen Einrichtungen

    Es ist nicht hinnehmbar, dass die Bundesregierung vier Jahre nach Inkrafttreten der neuen Rechtsgrundlage auf unsere Anfrage keine Auskunft darüber geben kann, wie die Anwendung von Zwang sich seit der Reform entwickelt hat. Zwangsmaßnahmen sind schwere Eingriffe in die Grundrechte von Menschen, die, solange sie stattfinden, streng kontrolliert werden müssen. Notwendig ist ein dauerhaftes Monitoring über Anzahl, Dauer und Durchführung von Zwangsbehandlungen, um Missstände in der Praxis und gesetzliche Fehlentwicklungen zu erkennen und zu korrigieren. > weiterlesen

  • Pressemitteilung, Grüner Entwurf eines Cannabiskontrollgesetzes

    Jugend- und Verbraucherschutz dürfen nicht dem Dealer überlassen werden

    Anlässlich der abschließenden Beratung über den grünen Entwurf eines Cannabiskontrollgesetzes im Ausschuss für Gesundheit erklären Maria Klein-Schmeink, Sprecherin für Gesundheitspolitik, und Harald Terpe, Sprecher für Drogen- und Suchtpolitik: Das Nein von Union und SPD zu unserem Cannabiskontrollgesetz ist ein Nein zu Jugend- und Verbraucherschutz. > weiterlesen

  • Persönliches Gespräch mit Geflüchteten aus Afghanistan

    Maria Klein-Schmeink und Josefine Paul sprachen persönlich mit Geflüchteten aus Afghanistan. Diese berichteten von ihrer Angst und den Gewalterfahrungen und thematisierten die Bedrohungslage in ihrem Heimatland. Die beiden Grünen Abgeordneten aus Landtag und Bundestag betonen, dass die Abschiebungen nach Afghanistan gestoppt werden müssen. > weiterlesen