Maria Klein-Schmeink MdB, Gesundheitspolitische Sprecherin

Psychische Gesundheit

Die grüne Position

Der rasante Anstieg von Erwerbsminderungsrenten aufgrund psychischer Erkrankungen und die langen Wartezeiten auf ein Erstgespräch bei einem Psychotherapeuten, sind nur Beispiele, die den immensen Handlungsbedarf bei der Prävention und in der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen belegen. Dem stetig steigenden Bedarf an Psychotherapie und psychosozialer Unterstützung muss vor Ort Rechnung getragen werden. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der wohnortnahen ambulanten Hilfe bei persönlichen Krisen zu. Bei schweren Erkrankungen müssen mehr Möglichkeiten geschaffen werden, die Hilfsangebote zwischen ambulanter und stationärer Behandlung flexibler zu gestalten und durch mehr ambulante Krisenintervention und -begleitung stationäre Aufenthalte zu vermeiden. Psychiatrieerfahrene und Angehörige müssen einbezogen werden, Zwangsmaßnahmen müssen soweit wie irgend möglich vermieden werden.

Aktuelles

  • Alex-Talk: "Straffällig - schuldunfähig und dann?"

    Am 14. März diskutiere ich mit Prof. Dr. Dieter Seifert, dem ärztlichen Direktor der Christopherus Klinik für Forensische Psychatrie der Alexianer in Amelsbüren über die Ursachen der Straffälligkeit und den gesellschaftlichen Stellenwert forensischer Patienten. > weiterlesen

  • Aktueller Standpunkt

    Psychotherapeuten in Ausbildung: Angemessene Bezahlung dringend nötig

    Die prekäre finanzielle Situation der Psychotherapeutinnen und ‑therapeuten in Ausbildung ist absolut inakzeptabel. Ausbildungsteilnehmerinnen und ‑teilnehmer erbringen während der praktischen Tätigkeit psychotherapeutische Leistungen im Praktikantenstatus ohne Anspruch auf Vergütung – und das obwohl sie einen akademischen Abschluss haben. > weiterlesen

  • Kinder psychisch kranker Eltern dürfen nicht alleine gelassen werden

    Fast jedes vierte Kind in Deutschland erlebt im Verlauf eines Jahres einen Elternteil mit einer psychischen Störung. Sie bleiben mit ihren Sorgen, ihrem Kummer und ihrer Belastung alleine. In unserem grünen Antrag fordern wir die Bundesregierung auf, eine interdisziplinäre, verbändeübergreifende Expertenkommission einzusetzen > weiterlesen

  • Langer Atem zahlt sich aus: Mehr Mittel für Suizidprävention

    Im Rahmen der Haushaltsverhandlungen im Deutschen Bundestag übernahm die Bundesregierung unseren grünen Änderungsantrag, sodass im nächsten Jahr 500.000 Euro sowie von 2018 bis 2020 jeweils eine Million Euro jährlich für Forschung zu Suizidprävention zur Verfügung gestellt werden. > weiterlesen

  • Rede im Bundestag: Psychiatrische und psychosomatische Versorgung

    In der Tat, dieses PsychVVG ist eines der besseren Gesetze der Koalition. Wir haben Schlimmeres verhindert. Sie haben mit den stationsersetzenden Leistungen kleine Schritte für die Verbesserung der Versorgung im stationären Bereich möglich gemacht. Aber eines haben Sie nicht geschafft: Sie haben nicht die Versorgung insgesamt anders aufgestellt. Sie sind nicht die große Aufgabe, die wir längst hätten erledigen müssen, angegangen, eine sektorübergreifende, durchgängig am Bedarf der Person orientierte Versorgung zu ermöglichen > weiterlesen

  • Aktueller Standpunkt

    Für eine personenzentrierte Versorgung: Hilfenetze für psychisch kranke Menschen ausbauen

    Es ist Zeit, das Prinzip der leistungsorientierten Gesellschaft zu überdenken. Zu viele Menschen können dem Druck nicht standhalten und erkranken. Entschleunigung, mehr Achtsamkeit und Rücksichtnahme für die individuelle Situation dürfen nicht erst dann in den Blick genommen werden, wenn Menschen nicht mehr „funktionieren“. > weiterlesen

  • Schriftliche Frage zur Sicherstellung einer bedarfsgerechten Personalausstattung im PsychVVG

    Wird die Bundesregierung zur Sicherstellung einer bedarfsgerechten Personalausstattung in psychiatrischen Einrichtungen in dem Entwurf eines Gesetzes zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen (PsychVVG) eine Regelung vergleichbar mit § 84 Absatz 2 SGB XI ergänzen, nach der die Bezahlung tarifvertraglicher Vergütungen nicht als unwirtschaftlich abgelehnt werden darf, und wenn nein, warum nicht? > weiterlesen

  • Eckpunkte zur Reform der Psychotherapeutenausbildung: Endlich bewegt sich etwas

    Es ist erfreulich, dass sich bei der Novellierung der Psychotherapeutenausbildung jetzt endlich etwas bewegt, nachdem die Bundesregierung die Reform über Monate verschleppt hat. > weiterlesen

  • Psychotherapeutische Versorgung von Flüchtlingen verbessern!

    Unser Gesundheitssystem ist nur unzureichend auf die Behandlung einer großen Zahl von Geflüchteten mit psychischen Störungen vorbereitet. Wir Grünen fordern hier deutliche Verbesserungen. Die große Koalition lehnt das aus ideologischen Gründen ab: > weiterlesen

  • Rede im Bundestag: Medizinische Versorgung für Geflüchtete

    Sehr geehrter Präsident! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Es ist jetzt genau ein Jahr her, da wurde unser Antrag zur Verbesserung der psychosozialen Unterstützung von Flüchtlingen hier in den Bundestag eingebracht; auch der Antrag der Linken stand zur Diskussion. Wir haben Ihnen also ein Jahr Zeit gegeben, um die Situation zu verbessern und an der Versorgungslage insgesamt etwas zu ändern. Ich muss sagen: Heute erleben wir, dass das Resultat, zwar freundlich vorgetragen, umso enttäuschender ist. Beide Anträge werden Sie ablehnen und damit jegliche Verbesserung in diesem Bereich verhindern. Das halten wir für einen großen Fehler. > weiterlesen