Maria Klein-Schmeink MdB, Gesundheitspolitische Sprecherin

Gesundheit

Grüner Erfolg: Endlich mehr Geld für Suizidprävention

Das Gesundheitsministerium hat heute den neuen Förderschwerpunkt Suizidprävention bekanntgegeben. Diese zusätzlichen Fördermittel gehen auf einen grünen Änderungsantrag im Rahmen der Haushaltsverhandlungen zurück, aus dem eine interfraktionelle Initiative (Grüne und Große Koalition) entstanden ist. Dazu erklärt Maria Klein-Schmeink, gesundheitspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:

„Seit langem setzen wir Grünen uns gemeinsam mit engagierten Verbänden für eine verbesserte Suizidprävention in Deutschland ein. Ich freue mich sehr, dass unsere gemeinsamen Bemühungen nun Früchte tragen. Im Rahmen der Haushaltsverhandlungen im Deutschen Bundestag übernahm die Bundesregierung unseren grünen Änderungsantrag. Durch eine interfraktionelle Initiative (Grüne und Große Koalition) werden im Jahr 2017 500.000 Euro sowie von 2018 bis 2020 jeweils eine Million Euro jährlich für Forschung zu Suizidprävention zur Verfügung gestellt. Auch Maßnahmen zur Aufklärung und Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen sollen weiterentwickelt und auf ihre Wirksamkeit überprüft werden. Ich finde, das ist ein vielversprechender Schritt und ein wichtiger Erfolg für unsere Arbeit.

Bereits in unserem grünen Antrag „Suizidprävention verbessern und Menschen in Krisen unterstützen“ haben wir mehr finanzielle Mittel für die Forschung und Weiterentwicklung von Suizidpräventionsansätzen sowie für eine Aufklärungskampagne zu Suizidalität und Beratungsangeboten gefordert. Mit dem neuen Förderschwerpunkt Suizidprävention konnten wir nun einen wichtigen Erfolg für eine Stärkung der Suizidprävention erzielen."

Dies bedeutet jedoch nicht, dass wir die Hände in den Schoß legen. Suizidprävention gehört weiterhin auf die politische und gesellschaftliche Agenda. Noch immer ist das Thema Suizid in unserer Gesellschaft tabuisiert und mit vielen Vorurteilen belastet. Diese Tabus müssen wir überwinden, damit Betroffene sich trauen, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wer sich in einer schwerwiegenden Krise befindet, muss niedrigschwellig und schnell qualifizierte Unterstützung finden.“

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