Maria Klein-Schmeink MdB, Gesundheitspolitische Sprecherin

Prävention

Welttag der Suizidprävention: Bundestagsabgeordnete fordern verbesserte Suizidprävention

Die beteiligten Mitglieder des Bundestages und die Expert*innen nach der Pressekonferenz: v.l.n.r.: Catharina Woitke, Freunde fürs Leben e.V.; Dirk Heidenblut MdB; Birgit Wöllert MdB; Dr. Nadine Glasow, Nationales Suizidpräventionsprogramm; Prof. Dr. Barbara Schneider, Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention; Maria Klein-Schmeink MdB; Prof. Dr. Dr. Armin Schmidtke, Nationales Suizidpräventionsprogramm

Anlässlich des Welttags der Suizidprävention am 10. September 2016 fordern die Mitglieder des Deutschen Bundestages Maria Klein-Schmeink (Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen), Dirk Heidenblut (Bundestagsfraktion SPD) und Birgit Wöllert (Bundestagsfraktion DIE LINKE) in einer gemeinsamen Erklärung, die Suizidprävention in Deutschland zu stärken und zu verbessern.

„Noch immer ist das Thema Suizid in unserer Gesellschaft tabuisiert und mit vielen Vorurteilen belastet“, stellt Maria Klein-Schmeink, gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, fest. „Diese Tabus müssen wir überwinden, damit Betroffene sich trauen, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wer sich in einer schwerwiegenden Krise befindet, muss niedrigschwellig und schnell Unterstützung finden.“

„Besonders besorgniserregend ist die hohe Suizidrate im Alter. Hier müssen wir über die Maßnahmen im Hospiz- und Palliativgesetz hinaus dringend handeln. Das betrifft zum Beispiel die Ausweitung psychotherapeutischer Angebote“, findet Dirk Heidenblut, Berichterstatter für Psychotherapie und Psychiatrie der SPD-Bundestagsfraktion. Er fordert zudem mehr Inhalte zu Suiziderkennung und -prophylaxe in der Ausbildung für Gesundheitsberufe.

„Menschen in scheinbar ausweglosen Krisensituationen dürfen nicht allein gelassen werden“, erklärt Birgit Wöllert, Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Gesundheitsausschuss. „Deshalb brauchen wir vielfältige Beratungs-, Unterstützungs- und Begleitangebote. Vor allem aber brauchen wir ein gesellschaftliches Umfeld, das Menschen so akzeptiert wie sie sind, mit all ihren Schwächen und Stärken.“

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