Maria Klein-Schmeink MdB, Gesundheitspolitische Sprecherin

Pressemitteilung

Psychischer Stress im Job - nicht verschleppen - handeln!

Zum ,,Stressreport Deutschland 2012" der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) erklärt Maria Klein-Schmeink, Sprecherin für Prävention und Patientenrechte der grünen Bundestagsfraktion: „Die Ergebnisse der Befragung müssen als deutliches Warnsignal endlich zu einem konsequenten Handeln der Bundesregierung und der Arbeitgeberverbände führen.“

Trotz mehrheitlich guter Bewertung des Arbeitsklimas und der Arbeitsanforderungen, sehen sich immer mehr Beschäftigte einer zunehmenden, starken Arbeitshetze ausgesetzt. 19 Prozent fühlen sich sogar komplett überfordert. „Andauernder Stress am Arbeitsplatz macht körperlich und psychisch krank. Gerade das erhöhte Risiko von 70 bis 80  Prozent, auf Grund von Stress an einer depressiven Störung zu erkranken, verlangt nach schnellem und verantwortungsbewusstem Handeln durch die Arbeitgeber, ihre Verbände und die Politik“, so Klein-Schmeink.

Die schönen Worte und Absichtserklärungen der Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen helfen den Betroffenen nicht. Statt dessen fordert die Fachfrau für gesundheitliche Prävention: „Die Arbeitnehmer müssen vor Arbeitsbedingungen,  die ihrer Gesundheit schaden geschützt werden. Wir brauchen eine für alle Betriebe verpflichtende Anti-Stress-Verordnung, die einer zu hohen Arbeitsverdichtung Grenzen setzt und die gesamten Arbeitsanforderungen der modernen Arbeitswelt berücksichtigt.“

Zudem fordert Klein-Schmeink gerade für das Bundesland Nordrhein-Westfalen eine Verbesserung der Versorgung von psychisch erkrankten ArbeitnehmerInnen. „Psychisch Erkrankte brauchen Unterstützung. Dass sie in NRW im Durchschnitt 13,8 Wochen auf die notwendige Hilfe eines Psychotherapeuten warten müssen, ist schlicht inakzeptabel. Dafür, dass dieser eklatante Missstand nicht behoben sondern weiter verschärft wird, muss sich Herr Minister Bahr verantworten. Sein Gesetz zur bedarfsgerechten Planungsgrundlage schreibt diesen Zustand fort und schadet den psychisch Kranken damit mehr als es ihnen nützt.“

Hier finden Sie die Pressemitteilung im PDF-Format

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