Maria Klein-Schmeink MdB, Gesundheitspolitische Sprecherin

Pressemitteilung

Pressemitteilung: "Betriebliche Gesundheitsförderung auch für Pflegekräfte notwendig"

Zum Besuch von Gesundheitsminister Bahr auf dem "Forum Gesundheitswirtschaft Münsterland" erklärt die Bundestagsabgeordnete und Sprecherin für Prävention und Patientenrechte, Maria Klein-Schmeink: „Es ist gut, dass die Uni-Klinik als größter Arbeitgeber in Münster in der betrieblichen Gesundheitsförderung neue Schritte geht und sich kurzfristig auch entsprechende Investitionen erlauben kann. Der öffentlichkeitswirksame Besuch von Daniel Bahr beim "Forum Gesundheitswirtschaft" kann aber nicht darüber hinweg täuschen, dass solche Beispiele eher Einzelfälle sind und dass Gesundheitsförderung und Prävention unter Schwarz-Gelb nur ein Schattendasein führen. So haben die Krankenkassen zuletzt in Folge drohender Zusatzbeiträge ihre eh schon sehr niedrigen Aufwendungen für diesen Bereich noch einmal gesenkt. Auch der hohe Sparbeitrag der Krankenhäuser wird sich zu Lasten der Personalkosten auswirken und erneut zu Personalabbau und weiterer Arbeitsverdichtung in der Pflege führen. Da bleiben wenig Möglichkeiten für innerbetriebliche Organisationsmaßnahmen zum verbesserten Arbeitsschutz und zur betrieblichen Gesundheitsförderung. Gerade im Bereich der Kranken- und Altenpflege ist es bis heute nicht üblich, das Rentenalter im Beruf zu erreichen. Altenpflegekräfte bleiben durchschnittlich sogar nur 8 - 10 Jahre im Beruf, weil die Anforderungen im Beruf hoch und wenig familienfreundlich sind, die Einkommen aber vergleichsweise niedrig. Die geplante Pflegereform lässt die Pflegekräfte erneut im Regen stehen, Spielraum für betriebliche Gesundheitsförderung, insbesondere in den ambulanten Pflegediensten besteht unter den derzeitigen Rahmenbedingungen nicht. Es ist gut, dass die einige verantwortliche Akteure der Gesundheitswirtschaft den Handlungsbedarf erkannt haben und bereits netzwerkübergreifend nach Lösung suchen. Ich kann Minister Bahr nur auffordern, seine die Vorort-Termine dafür zu nutzen, sich über die Arbeitsbedingungen in Gesundheitsberufen gründlich zu informieren und daraus ein Bündel an Präventionsmaßnahmen zu entwickeln. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kranken- und Altenpflege haben mehr als warme Worte verdient.

Die Pressemitteilung im PDF-Format

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